Themenhefte | Special Issues
frauen polizieren
WerkstattGeschichte H. 94 (2026)
hrsg. zusammen mit Sarah Frenking & Elisabeth Janik-Freis
Im aktuellen Heft, herausgegeben von Sarah Frenking, Martin Göllnitz und Elisabeth Janik-Freis, befassen sich die Beiträger:innen aus international vergleichender Perspektive mit Polizistinnen sowie Frauen, die ins Visier der Polizei geraten. An der Schnittstelle von Fragen nach Geschlecht, Staatlichkeit und der Ordnung moderner Gesellschaften analysieren sie sowohl Konstruktionen von Polizistinnen zwischen Fürsorge und Staatsgewalt als auch von weiblicher Delinquenz und Verdächtigkeit.


Polizei(en) und Raum nach dem Zweiten Weltkrieg | Polizie e territori dopo la seconda guerra mondiale
Geschichte und Region | Storia e regione 34:1 (2025)
hrsg. zusammen mit Michele Di Giorgio
Dieses Heft untersucht die Polizeien Italiens und Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und wählt dafür eine praxisorientierte Herangehensweise. Deren Praktiken werden anhand einer auf den Raum bezogenen Perspektive analysiert. Die Autor:innen fragen also danach, wie die Polizeien in unterschiedlichen geografischen Kontexten (Städte, Provinzen und Regionen) agieren und den jeweiligen Raum polizieren. Die Beiträge in diesem Heft nehmen unterschiedliche Institutionen von Polizei, diverse Räume polizeilichen Handelns sowie vielfältige Modi staatlicher Kontrolle in den Blick. Dabei wird die Institution Polizei nicht nur als funktionale Ausführungsinstanz staatlicher Gewalt begriffen, sondern als räumlich situierte Akteurin, die zwischen zentralstaatlichen (oder regionalstaatlichen) Autoritäten und den verschiedenen lokalen Kontexten vermittelt. Polizeigeschichte wird demnach als Geschichte des öffentlichen Raumes erzählt und zugleich auch als regionale Gesellschaftsgeschichte..
Stadtrevier
Polizei und Sicherheit in urbanen Räumen
Moderne Stadtgeschichte H. 2 (2023)
hrsg. zusammen mit Sabine Mecking
Nicht erst seit dem 20. Jahrhundert gelten Großstädte als Räume der Unsicherheit, im Gegensatz zur alten europäischen Tradition der Stadt als Ort des Friedens, wo die »Stadtluft« die Menschen frei machte und zumindest eine generelle Gewaltfreiheit garantierte. Das oft überzeichnete Bild von der »Stadt als Moloch« ist jedoch äußerst unscharf. Bereits im 18. Jahrhundert setzten in zahlreichen europäischen Städten Polizeireformen ein, die mit einem sicherheitspolitischen Diskurs über den urbanen Raum verbunden waren. In diesen Prozessen spielte die Polizei als Sicherheitsakteurin eine wichtige Rolle. Der Streifzug durch mehr als drei Jahrhunderte verdeutlicht, dass sowohl die Frage, ob und wie Situationen als sicherheitsrelevant definiert werden, als auch der Einsatz spezifischer Sicherheitsrepertoires untrennbar mit der Frage nach der Autorität und Macht der Polizei verbunden sind.


Studentische Gewalt | Violenza studentesca
Geschichte und Region | Storia e regione 28:1 (2019)
hrsg. zusammen mit Matteo Millan
Weiten Teilen Europas gelang es nach dem Ersten Weltkrieg nicht, den Zustand einer post-war-society zu überwinden, in der die öffentliche Teilhabe an Politik zuweilen mit einem hohen Maß an innenpolitischer Gewalt einherging. Insbesondere für die sich neu formierende Rechte und die paramilitärischen Verbände spielte militantes Verhalten eine Schlüsselrolle. Jugendliche und insbesondere Studierende waren wichtige Multiplikatoren in solchen Bewegungen, da sie diese als Experimentierfelder für gewalttätige Erfahrungen betrachteten, wobei sie ihren Mangel an Kriegserfahrung oft durch zunehmende Brutalität gegen innere und äußere Feinde kaschierten. In den hier versammelten Beiträgen werden die regionalen Dimensionen studentischer Gewalträume und -kulturen untersucht. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie die regionalen Verhältnisse einen Radikalisierungsprozess beschleunigen bzw. bremsen konnten und welche spezifischen Gewaltkulturen sich in den diversen regionalen Gewalträumen entfalteten.
Studentische Gewalt im 19. und 20. Jahrhundert
Jahrbuch für Universitätsgeschichte 21 (2018)
hrsg. zusammen mit Oliver Auge
Der aktuelle Band des Jahrbuchs berichtet über die jüngsten Forschungen zu Formen des studentischen Protests und der Gewalt an Universitäten in Deutschland und Österreich in der Moderne, vom 19. Jahrhundert bis zur heutigen Gegenwart. Er nimmt damit ein Thema auf, das von besonderer Brisanz in der öffentlichen Diskussion ist und leistet einen wichtigen Beitrag zum gegenwärtigen internationalen Diskurs über die Rolle von Universitäten in der Gesellschaft. Die Einzelbeiträge informieren über neue Erkenntnisse zur Methodengeschichte der historischen Forschung über das Mittelalter, die literarische Produktion der mittelalterlichen Expertenkultur, die Forschungsgeschichte der Chemie unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen in der Neuzeit und die wenig bekannte Entwicklung einer agrarwissenschaftlichen Lehreinrichtung im 20. Jahrhundert.
