Herausgeberschaften
Hochschulgefühle
Eine Emotionsgeschichte der Universität Marburg im langen 20. Jahrhundert
hrsg. mit: Sabine Mecking
Schriftenreihe: Histoire, Bd. 246
Erscheinungsort und -jahr: Bielefeld 2026/27
Wer an Universitäten denkt, assoziiert damit in aller Regel Gelehrsamkeit und Forschung, Objektivität und Rationalität. Als Orte der Vergemeinschaftung von Studierenden, Forscher:innen und Verwaltungsmitarbeiter:innen sind Universitäten aber immer auch Orte der Emotionen. Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums blicken die Vortragenden auf die Emotionsgeschichte der Philipps-Universität Marburg im langen 20. Jahrhundert. Sie fragen danach, welche »Hochschulgefühle« zu welcher Zeit den universitären Raum der mittelhessischen Stadt prägten. Dominierten bestimmte Gefühle zu bestimmten Zeiten oder ist die Emotionsgeschichte der Universität Marburg eine rasante Abfolge sich überlagernder emotionaler Höhen und Tiefen?


Fake History und Social Media
Digitale Geschichtsbilder zwischen Algorithmen und Desinformation
hrsg. mit: Paul Franke, Sarah Kirst & Janina Schwarz-Ennen
Schriftenreihe: Public History – Angewandte Geschichte, Bd. 28
Erscheinungsort und -jahr: Bielefeld 2026
In den letzten Jahren hat sich in den sozialen Medien eine digitale Fake History etabliert. Sie stellt die fakten- und quellenbasierte Darstellung und Vermittlung von Geschichte infrage. Immer öfter enthalten auf Social Media geteilte Beiträge irreführend attribuierte Bilder und falsche oder aus dem Kontext gerissene Zitate. Vermeintlich historischer Content entbehrt vielfach jeglicher wissenschaftlicher Grundlage oder erweist sich bei genauerer Analyse als – mal mehr, mal weniger offensichtlich – gefälscht oder auf problematische Weise modifiziert. Die Beiträger:innen greifen diese wichtige Debatte in Form einer Problemgeschichte der Gegenwart auf und betten sie in breitere Kontexte ein.
Gebändigte Unsicherheit
Mediale Inszenierungen von Polizei und Verbrechen im 20. und 21. Jahrhundert
hrsg. mit: Sabine Mecking
Schriftenreihe: Politiken der Sicherheit | Politics of Security, Bd. 16
Erscheinungsort und -jahr: Baden-Baden 2026
Bei Polizist:innen handelt es sich um die Projektionsfiguren der Gegenwart schlechthin, was ihre dauerhafte Beliebtheit als literarische und filmische Charaktere erklären könnte. Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Polizei in den regionalen oder überregionalen Medien nicht erwähnt wird. Ob sie dabei als »Freund und Helfer«, »Good« bzw. »Bad Cop«, »Schutzengel« oder »korrupter Schläger« figuriert, variiert zum Teil stark. Der Band fragt danach, wie sich gesellschaftliche und individuelle Bilder von der Polizei seit dem frühen 20. Jahrhundert verändert haben, wie viel Wirklichkeit in den medialen Darstellungen von Polizist:innen steckt und wie sich die Verhältnisse zwischen Polizei und Medien wechselseitig gestalten.


Grenzgänger zwischen Deutschland und Dänemark
Geschichte und Gegenwart anerkannter Minderheiten
hrsg. mit: Nils Abraham, Thomas W. Friis & Mogens R. Nissen
Schriftenreihe: Histoire, Bd. 210
Erscheinungsort und -jahr: Bielefeld 2025
Das Minderheitenmodell in der deutsch-dänischen Grenzregion gilt als vorbildlich für ein friedliches Zusammenleben in Europa. Die drei anerkannten Minderheiten sind in die jeweilige Gesellschaft integriert und tragen dazu bei, dass die Grenze nicht mehr eine trennende Linie, sondern einen verbindenden Raum darstellt. Aus dem Gegeneinander ist im 20. Jahrhundert erst ein Mit- und schließlich ein Füreinander geworden. Die Beiträger:innen widmen sich dieser Entwicklung aus einer interdisziplinären Perspektive. Das regionale Fallbeispiel macht unterschiedliche Narrative sichtbar und hilft dabei, die Relevanz von Minderheiten für unsere aktuelle Gesellschaft zu verstehen – weit über die deutsch-dänische Grenzregion hinaus.
Die SA in der Region
Akteure, Narrative und Praktiken einer nationalsozialistischen Gewaltorganisation
hrsg. mit: Yves Müller
Schriftenreihe: Landesgeschichtliche Beiträge, Bd. 4
Erscheinungsort und -jahr: Halle (Saale) 2025
Die Sturmabteilung (SA) war eine der zentralen Machtstützen des Nationalsozialismus – und doch bleibt ihr Wirken ab 1934 ein blinder Fleck der Forschung. Der vorliegende Band rückt die SA erstmals systematisch in den Fokus regionalgeschichtlicher Untersuchungen und verbindet diese mit transregionalen Perspektiven. Historikerinnen und Historiker aus acht Ländern analysieren die soziale Praxis, die lokale Verankerung und den Wandel der SA zwischen »Kampfzeit«, Machtergreifung und Zweitem Weltkrieg. Dabei wird deutlich: Die SA verschwand nach der sogenannten »Röhm-Krise« nicht in der Bedeutungslosigkeit, sondern entwickelte sich zu einem funktionalen Teil der NS-Herrschaft, etwa im Luftschutz, bei der vormilitärischen Ausbildung und in den besetzten Gebieten. Die zwölf Aufsätze des Sammelbandes eröffnen neue Zugänge zur Geschichte des Nationalsozialismus in der Region und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des NS-Regimes im Raum.


Polizei und Sicherheit
Akteure – Heuristiken – Repertoires
hrsg. mit: Sabine Mecking
Schriftenreihe: Geschichte und Ethik der Polizei und öffentlichen Verwaltung, Bd. 6
Erscheinungsort und -jahr: Wiesbaden 2024
Als zentrale Sicherheitsexpertin des Staates trägt die Polizei durch ihre spezifischen Sicherheitsheuristiken und Sicherheitsrepertoires in hohem Maße dazu bei, wie städtische Räume wahrgenommen werden: als Räume der Sicherheit oder der Unsicherheit. Der vorliegende Band nimmt sich in 14 Beiträgen den historischen Kontexten sowie polizeilichen Wahrnehmungen, Bewertungen und Bewältigungen von sicherheitsrelevanten Situationen an. Im Fokus der Autor:innen steht die Analyse von Diskursen und Praktiken der Polizei vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, sodass Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Polizeiarbeit und Sicherheitspraxis sichtbar werden.
Skandal!?
Stadtgeschichten aus Marburg im 20. Jahrhundert
hrsg. mit: Sabine Mecking
Schriftenreihe: Histoire, Bd. 190
Erscheinungsort und -jahr: Bielefeld 2022
Skandale bieten mit ihren schlüpfrigen Details, heftigen Emotionsausbrüchen und überkommenen Moralvorstellungen ein spannendes und innovatives Forschungsfeld für die Stadtgeschichte. Die Beiträger:innen des Bandes widmen sich am Beispiel Marburgs diesem politischen, sozialen und medialen Phänomen aus einer interdisziplinären Perspektive. Sie verstehen Skandale dabei als öffentliche Normkonflikte sowie gesellschaftliche und politische Selbstreinigungsmechanismen, die zum Alltag moderner Gesellschaften gehören. Ihre Analysen zu den Funktionsweisen, Verlaufsmustern und Auswirkungen machen deutlich: Die moderne Stadt- und Skandalgeschichte gehören zusammen.


Regionalgeschichte
Potentiale des historischen Raumbezugs
hrsg. mit: Nina Gallion & Frederieke M. Schnack
Schriftenreihe: zeit + geschichte, Bd. 53
Erscheinungsort und -jahr: Göttingen 2021
In der modernen Geschichtswissenschaft bietet die Auseinandersetzung mit Regionen die Chance, jenseits der übergeordneten Zusammenhänge auf staatlicher oder globaler Ebene Einblicke in die Entwicklung kleinerer Räume und ihrer Positionierung zu aktuellen Ereignissen wie auch zu strukturellem Wandel zu erlangen. Um den aktuellen Stand und die Potentiale regionalgeschichtlicher Forschung zu verdeutlichen, versammelt der Band Beiträge, die auf der Grundlage von Fallbeispielen Quellen, Methoden, Akteure und vergleichende Perspektiven beleuchten und deren Inhalte sich zeitlich vom Mittelalter bis in die Zeitgeschichte erstrecken. Der geographische Schwerpunkt liegt auf dem nördlichen Deutschland und wird immer wieder in europäische Kontexte eingebunden.
Hochschulen im öffentlichen Raum
Historiographische und systematische Perspektiven auf ein Beziehungsgeflecht
hrsg. mit: Kim Krämer
Schriftenreihe: Beiträge zur Geschichte der Universität Mainz, Bd. 17
Erscheinungsort und -jahr: Göttingen 2020
Die Rede vom akademischen Elfenbeinturm, die den Vorwurf einer bewussten Abschottung der wissenschaftlichen Forschung vom öffentlichen Diskurs impliziert, wird auch nach Jahrhunderten der gegenseitigen Abhängigkeit und Beeinflussung beider Sphären noch immer bemüht. Ist dies gerechtfertigt? In der Tat war und ist das Verhältnis zwischen (institutionalisierter) Wissenschaft und Öffentlichkeit nicht einfach. Das komplexe Beziehungsgeflecht herauszuarbeiten und dabei Einblicke in die Gesellschaften des 19. Und 20. Jahrhunderts zu erhalten, dazu trägt dieser Band bei. Die 14 Beiträger:innen ermöglichen erstmals eine multiperspektivische Herangehensweise an die Thematik. .


Konflikt und Kooperation
Die Ostsee als Handlungs- und Kulturraum
hrsg. mit: Nils Abraham, Thomas W. Friis & Helmut Müller-Enbergs
Erscheinungsort und -jahr: Berlin 2019
Seit dem Ende des Kalten Krieges und der Erweiterung der Europäischen Union gerät der Ostseeraum als historische Einheit immer stärker in das Blickfeld von Wissenschaft und Öffentlichkeit. Eine intensive Beschäftigung mit dieser Region macht jedoch recht rasch deutlich, dass nicht nur die „eine Ostsee“ existiert, sondern viele Ostseeräume, die in erster Linie durch Kooperationen und Konflikte, Handel und kulturelle Beziehungen sowie den daran beteiligten Protagonisten initialisiert und konstruiert werden. In dem vorliegenden Band analysieren 23 Expert:innen aus fünf Ostseeländern und Israel die durchaus unterschiedlichen Raumkonstruktionen und Verflechtungen innerhalb der Ostseeregion, die als ein spannungs- und konfliktreicher Handlungs- und Kulturraum verstanden wird.
Landesgeschichte an der Schule
Stand und Perspektiven
hrsg. mit: Oliver Auge
Schriftenreihe: Landesgeschichte, Bd. 2
Erscheinungsort und -jahr: Ostfildern 2018
Der Band dokumentiert die Ergebnisse einer Tagung, die vom 1. bis 2. Dezember 2016 in Kiel stattfand. Der gemeinsame Tenor der 13 Beiträge lautet, die Erkenntnispotentiale der Landes- und Regionalgeschichte sowie die darin enthaltenden fachdidaktischen Kategorien der Exemplarität, des Lebensweltbezuges und der Subjektorientierung nicht zu unterschätzen und zugleich einen differenzierten Blick auf den gegenwärtigen Geschichtsunterricht vorzunehmen. In ihrer komplementären Ausrichtung verdeutlichen die Aufsätze, dass der Dialog zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik auf der einen und den schulischen Lehrkräften auf der anderen Seite zu ertragreichen Ergebnissen führen kann. Der Band nimmt somit eine wichtige Standortbestimmung der modernen Landesgeschichte im Schulunterricht des 21. Jahrhunderts vor.


Mit Forscherdrang und Abenteuerlust
Expeditionen und Forschungsreisen Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
hrsg. mit: Oliver Auge
Schriftenreihe: Kieler Werkstücke Reihe A, Bd. 49
Erscheinungsort und -jahr: Frankfurt a.M. 2017
In der modernen Geschichtswissenschaft bietet die Auseinandersetzung mit Regionen die Chance, jenseits der übergeordneten Zusammenhänge auf staatlicher oder globaler Ebene Einblicke in die Entwicklung kleinerer Räume und ihrer Positionierung zu aktuellen Ereignissen wie auch zu strukturellem Wandel zu erlangen. Um den aktuellen Stand und die Potentiale regionalgeschichtlicher Forschung zu verdeutlichen, versammelt der Band Beiträge, die auf der Grundlage von Fallbeispielen Quellen, Methoden, Akteure und vergleichende Perspektiven beleuchten und deren Inhalte sich zeitlich vom Mittelalter bis in die Zeitgeschichte erstrecken. Der geographische Schwerpunkt liegt auf dem nördlichen Deutschland und wird immer wieder in europäische Kontexte eingebunden..